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Eingangsbereich des Bunkers |
Seit Jahren ist die Existenz eines Bunkers "unter" dem Hamburger Hauptbahnhof ein fester Begriff. Häufig als geheimer Ort angesehen, ähneln die Ansichten darüber häufig einem modernen Mythos. Tatsächlich gibt es drei Bunkerbauwerke links und rechts des Hauptbahnhofs. Im Zweiten Weltkrieg errichtet, wurden sie im Zuge der Neuordnung des Zivilschutzes der Bundesrepublik zu Zivilschutzanlagen umgebaut - volkstümlich auch als Atombunker bezeichnet. Wie in den meisten Schutzanlagen des Kalten Krieges sollten die Schutzsuchenden atomare, biologische und chemische Angriffe des Ostblocks überleben können.
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Historische Ansicht vor der Beräumung |
Für eine 14-tägige Überlebenszeit war entsprechendes Material eingelagert worden. Der über 1400 Menschen fassende Bunker unter dem Hachmannplatz wurde, ähnlich der Bauwerke am Steintorwall, im Jahre 1941 für die Reisenden der Deutschen Reichsbahn, für die Gäste der nahegelegenen Hotels, der damaligen Sozialbehörde und des Bezirksamtes (Bieberhaus) erbaut und im Zuge der Bauarbeiten für die U-Bahnstrecken nach Berliner Tor/Schlump bzw. nach Lurup (gepl.) in den Jahren 1966-1969 für 3,1 Mio. Mark umgebaut und gleichzeitig in die neu entstandenen Fußgängertunnelanlagen integriert.
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Noch vorhandenes Notstromaggregat |
Heute befindet sich das Bauwerk im Rückbau, ein großer Teil der Ausstattung und des Mobiliars wurden entsorgt bzw. verschrottet, gleichwohl sind die Maschinenausstattungen noch vorhanden und teilweise funktionstüchtig. Beispielsweise die riesige Lüftungsmaschinerie lässt erahnen, welch bedrückende Geräuschkulisse in dem Bunker entsteht, wenn er in Betrieb genommen worden wäre. Damit Sie einen Eindruck von der damaligen Situation haben können, wurden Fotos auf großformatige Leinwände gedruckt und an die alten Standorte ihrer Entstehung gehängt. Der Bunker wurde zu Beginn seines Rückbaus aus der sogenannten Zivilschutzbindung entlassen, der Staat hatte nach der Deutschen Wiedervereinigung kein Interesse mehr daran. Er stellt somit ein reales und unverfälschtes Zeugnis der, seit dem Ukraine-Krieg häufig angesprochenen, noch in staatlicher Zivilschutzbindung befindlichen 579 Bunkerbauwerke dar.
Rundgangstermine:
Sa., 29.08., Beginn 14:30 Uhr (Referentin Meyer)
Der Treffpunkt ist vor dem Eingangsbereich des Schauspielhauses, nahe des U-Bahneingangs.
Rundgangsentgelt: 12.- € p.P. / erm. 10.- € p.P.
(Ermäßigung für Schüler, Studenten, ALG, Kriegsversehrte)
Anmeldung bitte über E-Mail-Kontakt ( info(ad)unter-hamburg.de ) !
Sollten Sie Interesse an Sonderterminen haben, schreiben Sie uns gerne an.
Gruppenstärken von maximal 25-30 Personen sind möglich und individuelle Termine planbar.
Bitte melden Sie sich diesbezüglich gerne bei uns.
29.08. (Sa.) - Hachmannpl.
05.09. (Sa.) - Kaufmann- Bunker
20.09. (So.) - Berliner Tor
11.10. (So.) - Berliner Tor
24.10. (Sa.) - Berliner Tor
21.11. (Sa.) - Bunker-Nacht
27.12. (So.) - Berliner Tor
17.01. (So.) - Berliner Tor
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