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Erfrierungsschutzraum" Hachmannplatz ab 12.01.11 wieder geschlossen

Seit der Eröffnung des Bunkers Hachmannplatz als "Erfrierungsschutzraum" für Obdachlose aus Hamburgs Innenstadt, gab es zahlreiche Veröffentlichungen zu den vorherrschenden Zuständen. Tatsächlich war Anfangs kein hygienisch einwandfreies Trinkwasser vorhanden - die jahrelange Nichtbenutzung der Wasserleitungen ließ dies einfach nicht zu. Duschen gab es nur zwei, sie waren ursprünglich als Dekontaminations-möglichkeit im Falle eines Krieges mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen eingebaut worden. Die Warmwasserversorgung war nicht möglich, die Abwärme des laufenden Notstromaggregates wäre dafür genutzt worden.

Der Bunker Hachmannplatz hat sich, wie es zu erwarten war, nicht als mittel- bzw. langfristige Unterbringungsmöglichkeit bewährt. Die erfolgte Unterbringung der Menschen geschah als Nothilfeprogramm und die einzige Alternative wäre für einige der Erfrierungstod gewesen. Somit ersetzt eine solche Maßnahme keineswegs eine langfristige und vorausschauende Sozialpolitik für Menschen ohne Wohnsitz.

Die in der Presse beschriebenen sozialen und hygienischen Zustände sind eine eindrucksvolle Schilderung und lassen nur die absolut unhaltbaren Zustände einer Vollbelegung im Kriegsfalle erahnen. Im Falle einer atomaren Auseinandersetzung der Blöcke, wäre das Bauwerk über 14 Tage mit bis zu 1500 Menschen belegt gewesen - ununterbrochen ! Die Obdachlosen haben sich lediglich zwischen 17:00 und 9:00 Uhr dort aufhalten dürfen, und es handelte sich um nicht einmal 100 Personen ...

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