23. Dezember 2010

 
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Sehr geehrte Freunde der unterirdischen Bauwerke!

Die Temperaturen fallen, die Tage werden immer kürzer und Weihnachten naht. Ein weiteres Jahr nähert sich seinem Ende und wir möchten die Gunst der Stunde nutzen um Ihnen einen Weihnachtsgruß der modernen Art zu senden. Im Jahre 2010 hat sich einiges ereignet,worüber wir Sie in den folgenden Zeilen informieren möchten. Leider hat es in unserem Rundgangsangebot ein paar Ausfälle gegeben - der Hochbunker Nebendahlstraße steht nicht mehr zur Verfügung da er vom Bund verkauft werden soll und die Mehrzweckanlage Drosselstraße wurde an ihren eigentlichen Besitzer zurückgegeben. Deshalb finden die Rundgänge in Dulsberg und Barmbek bis auf Weiteres nicht mehr statt. Trotzdem arbeiten wir an einem Umbau der Rundgänge und versuchen gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Unter-hamburg e.V. möchte sich bei allen Besuchern der Rundgänge und Lesern der Internetseite für die Aufmerksamkeit und das uns entgegen gebrachte Interesse bedanken.

Wir wünschen Ihnen besinnliche Tage und ein frohes Weihnachtsfest

 

Ihr Team von

unter hamburg e.V.

 

Der Hamburger "Führerbunker" bleibt stehen

Am 12.4.2010 wurde, auf Initiative von unter-hamburg, die ehemalige Befehlsstelle des Reichsstatthalters Karl Kaufmann in die Hamburger Denkmalliste (Nr. 1815) eingetragen und somit vor Abriss geschützt. Das Bauwerk war in den Fokus der Nachbarschaft gerückt, deren Bewohner einen Abriss wünschten und sogar für die Kosten aufkommen wollten - im Stadtteil Pöseldorf wäre das zumindestens kein finanzielles Problem. Der Bunker ist jedoch das einzig erhaltene Zeugnis für die Unterbringung von führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus. Alle anderen Bauten wurden entweder abgerissen oder baulich so stark verändert, das die ursprüngliche Funktion nicht mehr erkennbar ist. Nach einer Planungsphase sollen nun die Arbeiten im Bauwerk beginnen. Der Bunker ist ohne Beleuchtung und somit noch nicht verkehrssicher! mehr...

 

Flakturm Wilhelmsburg - ein maroder Klotz bekommt eine neue Aufgabe

In Wilhelmsburg steht einer der vielen Zeugen nationalsozialistischen Größenwahns. Nach dem Zweiten Weltkriege gesprengt, gammelte der Bunker 63 Jahre vor sich hin. Diverse Nachnutzungskonzepte sahen eine Umbauung, einen Abriss oder nur eine simple Begrünung vor. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 2013 wird das Bauwerk nun zu einem "Energiebunker" umgebaut. Solarzellen und -kollektoren sollen die Energie der Sonne einfangen und in einem großen Wassergefäß speichern. Zur Ergänzung wird in einem Festbrennstoffkraftwerk die Heißwassergewinnung unterstützen. Die Wärmeenergie wird ein angrenzendes Wohnviertel versorgen. Werfen Sie mit uns einen Blick in den zerstörten Innenraum und verfolgen Sie mit uns den Transformationsprozeß des Bunkers zu einem modernen Kraftwerk der Zukunft. mehr...

 

Der Pestkeller - ein Großstadtmythos gibt sein Geheimnis preis

Im berühmten Stadtteil St.Pauli gibt es ein sagenumwobenes Kellergewölbe. Vielen Leuten als "Pesthofkeller" bekannt, vermutet man dort die Überreste des ehemaligen Pestkrankenhauses der Stadt Hamburg. Damals wurde es weit vor den Mauern der Stadt errichtet um Pestkranke und "Irre" unterzubringen, entwickelte es sich später zu einer angesehenen Krankeneinrichtung, in die selbst das dänische Königshaus Angehörige zur Behandlung entsandte. In der französischen Besatzungszeit wurde der Pesthof und weite Teile der Vorstadt geschliffen. Nach dem Wiederaufbau St.Paulis wurde das Grundstück überbaut, Reste davon sollen bis heute erhalten geblieben sein.... Die Historikerin Verena Mörsner hat sich der Geschichte angenommen und spannende Dinge zum Vorschein gebracht. mehr...

 

Bunker unter dem Hachmannplatz wird Notquartier für Obdachlose

Aufgrund der anhaltend winterlichen Wetterlage hat die Stadt Hamburg einen der Bunker am Hauptbahnhof für Obdachlose geöffnet. In einer spontanen Aktion haben sich die Sozial- und Innenbehörde zu diesem Vorgehen entschieden und das Technische Hilfswerk hat umgehend mit dem Umbau des Bunkers begonnen. Als Nachtquartier steht er den Obdachlosen von 17:00 Uhr abends bis 9:00 Uhr des nächsten morgens zur Verfügung. Die Organisation "fördern & wohnen" kümmert sich während des Aufenthalts um die untergebrachten Menschen. mehr...

 

 

Freie und Abrissstadt Hamburg - Ein Baudenkmal soll verschwinden !

Leider hat Hamburg nicht so viele unteridische Großbauten aus alten Zeiten zu bieten. Die flache Topographie und ein hoher Grundwasserspiegel machten das Bauen unter der Erde früher schwierig. Nur wenige alte Bauwerke sind im Hamburger Untergrund erhalten geblieben und auch deren Erhalt ist leider nicht selbstverständlich. Im Stadtteil Borgfelde verbirgt sich im Geesthang (Überbleibsel der Eiszeit) ein Eiskeller von erheblicher Größe und Schönheit. Das Bauwerk wurde als Lagerbierkeller zum Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und diente einer Brauerei als Lager und Fabrikationsstätte. Die Brauerei brannte in den 1890er-Jahren einmal ab, wurde wieder aufgebaut und brannte 1943 erneut aus. Der Eiskeller überstandt nahezu unbeschadet den Krieg, er diente sogar zeitweilig als Luftschutzkeller. Ziel zukünftiger Stadtplanung ist heute die Umgestaltung der Klaus-Groth-Straße in ein reines Wohngebiet. Wo sich gegenwärtig bezahlbare Gewerbefläche befindet, sollen künftig Wohnhäuser mit Eigentumswohnungen für eine "Aufwertung" des Stadtteils sorgen. Der Neubau sieht 48 Wohnungen und eine Tiefgarage vor. Der Eiskeller wird dafür dem großen Geschäft geopfert .... mehr...

 

Rundgangsangebot für die Weihnachtszeit:

Wenn Sie ein Kontrastprogramm zu den Feiertagen wünschen, könnten wir Ihnen am Donnerstag den 30.12. einen Rundgangstermin im Bunker  am Berliner Tor empfehlen.

 

Mitarbeit bei „unter hamburg e.V.“

Sie haben historisches Interesse, Spaß im Umgang mit Menschen und interessieren sich besonders für Gebäude im Untergrund und ihre Geschichte? Wie man aktiv im Verein „unter hamburg“ mitmachen kann, erläutern wir auf unserer Homepage auf der Seite mitarbeit. mehr...

Interesse an einer Mitgliedschaft? Melden Sie sich einfach unter Tel. 040 / 682 67 560 oder per E-Mail. Wir laden Sie gerne zu unserem nächsten Vorstellungsabend ein.

 

Die nächsten Führungen:

  • Nächste Führungen durch den Tiefbunker am Berliner Tor
    Do., 30.12.2010, 17.00 Uhr mehr...
  • Nächster Rundgang Eiskeller Bergedorf
    So., 30.01.2011, 11.00 Uhr mehr...

Weitere Infos: mehr...

Wie freuen uns auf Ihre Anmeldung: mehr...


 

 

Informationen über "unter hamburg e.V."

  • Der Verein - unsere Zielsetzung mehr...
  • Hintergrund der Arbeit von "unter hamburg e.V."  mehr...
  • Informationen zur Gemeinnützigkeit und Vernetzung von "unter hamburg e.V." mehr...
  • Individuelle Führungen für Gruppen, Betriebe, VHS-Kurse oder Schulklassen können flexibel vereinbart werden mehr... 
  • Wir freuen uns selbstverständlich auch über Informationen von Zeitzeugen, Anregungen sowie ggf. auch Lob und Kritik mehr... 

unter hamburg e.V.

Tondernstr. 33 a

22049 Hamburg

 

Fon: 040 / 682 67 560

Fax: 040 / 682 67 561

 

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www.unter-hamburg.de