Vor vier Jahren sollte der Bunker noch abgerissen werden, weder der Hausherr, die Hochschule für Musik und Theater, noch der Bezirk Eimsbüttel hatten Verwendung für dieses steinerne Zeugnis des Nationalsozialismus´ in Hamburg. Bunker gibt es hier noch viele, gut 650 Bauwerke dürften aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges erhalten geblieben sein. Führungsbunker, sogenannte Befehlsstellen, gibt es jedoch kaum noch, die meisten wurden abgerissen, umgenutzt oder überbaut - sind schlicht aus dem Stadtbild und somit auch aus der Erinnerung verschwunden. Die Architektur, seine Lage und die Größe des Bunkers in der Milchstraße ließen kaum sinnvolle Nutzungen zu. Die klimatischen Bedingungen hinter den vier Meter dicken Wänden boten lediglich Pilzkulturen eine ideale Umgebung.
Die Zeit des Verfalls ist nun vorbei. Das Bauwerk steht seit April 2010 unter Denkmalschutz und wird durch unseren Verein erhalten. Die dafür nötigen Baumaßnahmen wurden vor wenigen Tagen beendet. Gegenwärtig arbeiten wir an den Inhalten des geplanten Rundgangsbetriebes. Zukünftig werden interessierte Besucher die Möglichkeit bekommen, sich über den Bunker und seinen damaligen Nutzer zu informieren. Der ehemalige Reichsstatthalter und Gauleiter Karl Kaufmann ist auch heute noch von Mythen umgeben, diese halten jedoch kaum einer wissenschaftlichen Betrachtung stand. mehr...
Unterirdische Bauwerke in Hamburg und ihre Geschichte
Ob als Betonklötze, Röhrenbunker in Innenhöfen oder unauffällige Treppen: 700 Bunker prägen heute das Hamburger Stadtbild. Sie sind steinerne Zeugen der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus oder des späteren Wettrüstens.
Doch auch jahrhundertealte Eiskeller, nicht mehr genutzte Tunnel oder historische Gruften sind - vielfach unbekannt - im sandigen Untergrund der Hansestadt zu finden.
Der im Januar 2006 gegründete Verein "unter hamburg" dokumentiert die Geschichte unterirdischer Bauten in Hamburg und bietet im Rahmen der politschen Bildung Seminare und Führungen durch Bauwerke an.
Führungen im Untergrund
Kritische Aufarbeitung
Bauwerke mit Bedeutung
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Der Verein lädt regelmäßig zu Führungen durch unterirdische Bauwerke ein. Speziell bei Bunkerführungen geht es nicht darum, nur Technik zu präsentieren. Vielmehr soll der Wahnsinn von Krieg und atomarer Hochrüstung sowie die Schutzlosigkeit der Bevölkerung deutlich gemacht werden. mehr... | Nicht das Bauwerk an sich ist wichtig, sondern dessen politsch-historische Bedeutung. Diese ergibt sich aus der Einordnung des Gebäudes in seinen historischen Kontext. Ziel des Vereins ist die kritische wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte von unterirdischen Bauwerken in Hamburg. mehr... | Alle Bauwerke tragen Bedeutungen. Der Verein "unter hamburg" dokumentiert vor diesem Hintergrund die Entstehungsgeschichte, die Nutzung, die Anpassung an die veränderte politische Lage und vielfach auch das Ende einzelner Objekte im Hamburger Untergrund. mehr... |