30. Mai 2007

 
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unter
hamburg
 

Sehr geehrte Freunde der unterirdischen Bauwerke!

Mit unserem Newsletter möchten wie Sie über die aktuellen Aktivitäten von
unter hamburg e.V. informieren. 

 

Kürzlich hatte unser Verein die Möglichkeit, einen Röhrenbunker zu dokumentieren, der in Kürze abgerissen wird. Derzeit laufen Gespräche, Führungen durch das Gebäude in Bergedorf anzubieten, bevor die Bagger rollen. Dazu in den kommenden Wochen mehr.

 

Am Hamburger Hauptbahnhof bieten wir für die wachsende Zahl unserer Newsletter-Abonnenten erstmals eine spezielle Exklusiv-Führung an: Am Samstag, 2. Juni 2007 besteht die seltene Gelegenheit zu einer geführten Tour durch den Bunker unter dem Hachmannplatz.

 

Wir freuen uns, Sie bei dieser und anderen Veranstaltungen sowie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen.

 

Ihr Team von

 

unter hamburg e.V.

 

Ein Röhrenbunker vor dem Abriss
unter hamburg e.V. dokumentiert Bauwerk in Bergedorf

Eine unauffällige Treppe führt mitten auf dem Bergedorfer Bahnhofsvorplatz in die Tiefe. Wo oberirdisch täglich Tausende auf ihren Bus warten, schlummert unter der Erde seit Jahrzehnten ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg: ein Doppelröhrenbunker. In Kürze soll der Bergedorfer ZOB vollständig umgebaut werden, der Schutzraum wird dann einer Tiefgarage und einem neuen Einkaufszentrum weichen. Bevor die Bagger rollen hat der Verein "unter hamburg" jetzt gemeinsam mit dem Bezirksamt Bergedorf, dem Bergedorfer Geschichtskontor und der Bergedorfer Zeitung das Gebäude dokumentiert.

Errichtet wurde der Röhrenbunker zwischen 1941 und 1943. Im Zweiten Weltkrieg sollte er vor allem den Reisenden rund um den Bahnhof Schutz vor Luftangriffen bieten. Wie sein Pendant auf der Lohbrügger Seite des Bahnhofs entstand der Bunker damals teilversenkt - und bildete in den 50er-Jahren das Zentrum eines wilden Parkplatzes vor dem Bahnhof.

 

Als Mitte der 1960er-Jahre der ZOB überplant wurde, bezog man auch der Schutzraum mit ein. Er sollte den neuen politischen Gegebenheiten angepasst werden und wurde zum Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen komplett umgebaut. Das Bauwerk erhielt unter anderem eine Luftfilteranlage, Stühle und Betten, elektrische Einrichtungen sowie die sonst übliche Ausrüstung für Schutzräume - und verschwand schließlich gut versteckt unter der Mittelinsel. Kostenpunkt für der Herrichtung: 170.000 DM. 

 

Im "Ernstfall" hätte 180 Menschen 14 Tage in der Tiefe ausharren sollen, um dann evakuiert zu werden. Dieses Szenario hatte - obwohl politisch längst überholt - noch bis 2006 Aktualität. Erst dann wurde der Bunker aufgegeben und der Strom abgestellt. Ironie der Geschichte: Aufgrund der Gesetzeslage muss im neuen Einkaufszentrum erneut ein Schutzraum erichtet werden - der erste Bunkerneubau in Hamburg seit vielen Jahren.

Vor dem Eingang zum alten Bunker hat sich mittlerweile eine knöcheltiefe Wasserlache gebildet. Die Röhren hinter der dicken Stahltür sind jedoch trocken. Stühle und Liegen sind größtenteils vorhanden und stumme Zeugen der Zivilschutzplanungen der 1960er-Jahre.

 

Derzeit führt der Verein "unter hamburg" mit dem Bezirksamt Bergedorf Gespräche, den Bunker in den kommenden Wochen erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Weitere Informationen und Termine werden auf unsere Homepage bekannt gegeben mehr...

 

Exklusive Führung für Newsletter-Abonnenten am 2. Juni

Zwischen Schauspielhaus und der Wandelhalle des Hamburger Hauptbahnhofs befindet sich, versteckt hinter unauffälligen Lüftungsgittern, ein zweistöckiger Tiefbunker. Die Anlage unter dem Hachmannplatz entstand während des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde Anfang der 1960er-Jahre komplett umgebaut und für die Zivilschutzplanungen des Kalten Krieges angepasst. 1461 Menschen sollten an dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt bei Ausbruch eines Dritten Weltkriegs Schutz finden.

 

Speziell für Abonnenten dieses Newsletter und ihre Freunde und Verwandten öffnet der Verein "unter hamburg" die Anlage am Samstag, 2. Juni. Während der rund 90-minütigen Tour werden Aufenthaltsräume, Notstromanlage, Lüftungstechnik sowie Liege- und Rettungsräume gezeigt und erklärt. Die Teilnahme kostet 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro).

 

Beginn der Tour ist um 13.00 Uhr, Treffpunkt ist vor dem Schauspielhaus an der Treppe zur U-Bahn/Hauptbahnhof.

 

Anmeldungen werden ab sofort unter Tel. 040 / 682 67 560 bzw. per E-Mail entgegen genommen.

 

Führungen durch den Eiskeller in Bergedorf

 

Die Touren durch das historische Gewölbe erfreuen sich ungebremster Beliebtheit. Die nächste Gegelenheit, die faszinierenden unterirdischen Hallen live bei einer Führung zu erleben, besteht am Sonntag, 10. Juni.

 

Der Eiskeller in Bergedorf ist für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich. Der Verein "unter hamburg" bietet die Führungen in Kooperation mit der Hamburg-Rahlstedter Baugenossenschaft eG an.

 

Anmeldungen werden ab sofort unter Tel. 040 / 682 67 560 bzw. per E-Mail entgegen genommen.

 

Fotos und umfangreiche Informationen zum Eiskeller gibt es auf unserer Homepage in der Rubrik "Geschichte und Geschichten" mehr...

   

Bunkerführungen

  • Nächste Führungen durch den Tiefbunker am Berliner Tor:
    So., 01.07.2007, 13.00 Uhr

  • Nächste Führung durch den Hochbunker Wendenstraße:
    So., 01.07.2007, 10.00 Uhr

Weitere Infos: mehr...

Wie freuen uns auf Ihre Anmeldung: mehr...

  

Weitere Informationen über "unter hamburg e.V."

  • Der Verein - unsere Zielsetzung mehr...
  • Hintergrund der Arbeit von "unter hamburg e.V."  mehr...
  • Interesse an einer Mitgliedschaft? Kontakt zu "unter hamburg e.V." gibt es hier: mehr...
  • Individuelle Führungen für Gruppen, Betriebe, VHS-Kurse oder Schulklassen können flexibel vereinbart werden mehr... 
  • Wir freuen uns selbstverständlich auch über Informationen von Zeitzeugen, Anregungen sowie ggf. auch Lob und Kritik mehr... 

 

 

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22049 Hamburg

 

Fon: 040 / 682 67 560

Fax: 040 / 682 67 561

 

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