Seit Jahren ist die Existenz eines Bunkers "unter" dem Hamburger Hauptbahnhof ein fester Begriff. Häufig als geheimer Ort angesehen, ähneln die Ansichten darüber häufig einem modernen Mythos. Tatsächlich gibt es drei Bunkerbauwerke links und rechts des Hauptbahnhofs. Im Zweiten Weltkrieg errichtet, wurden sie im Zuge der Neuordnung des Zivilschutzes der Bundesrepublik zu Zivilschutzanlagen umgebaut - volkstümlich auch als Atombunker bezeichnet. Wie in den meisten Schutzanlagen des Kalten Krieges sollten die Insassen atomare, biologische und chemische Angriffe des Ostblocks überleben können.
Für eine 14-tägige Überlebenszeit wäre entsprechendes Material eingelagert worden. Der über 1400 Menschen fassende Bunker unter dem Hachmannplatz wurde, ähnlich der Bauwerke am Steintorwall, im Jahre 1941 für die Reisenden der Deutschen Reichsbahn erbaut und im Zuge der Bauarbeiten für die U-Bahnstrecken nach Messehallen/Schlump bzw. nach Lurup im Jahre 1966 für 3,1 Mio. Mark umgebaut und gleichzeitig in die neu entstandenen Fußgängertunnelanlagen integriert.
Heute befindet sich das Bauwerk im Rückbau, ein großer Teil der Ausstattung und des Mobiliars wurden entsorgt bzw. verschrottet. Gegenwärtig werden in dem Bunker Lagerflächen geschaffen und ab 2012 soll der FHZB mit seiner Sammlung in eine Etage einziehen.
Da die Besucher in kleinen Gruppen durch das Bauwerk geführt werden, ist eine Voranmeldung nötig. Bitte lesen Sie unsere