Die deutschen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, welche nach wie vor in vielen Städten zu sehen...
unter hamburg e.V. dokumentiert den Abriss eines
Röhrenbunkers in Hamburg
Ein unbekannter Tunnel Hamburgs liegt zwischen Alster und Bleichenfleet. Wir haben ihn dokumentiert.
(von Ronald Rossig)
Es gibt wenige Bauwerke in Hamburg, deren Präsenz sich so vom Hamburger Stadtbild abhebt wie die der Flaktürme. Der Turm auf dem Heiligengeistfeld ist fest mit dem "DOM" und natürlich mit dem Stadtteil St.Pauli verbunden. Inzwischen diente er sogar als Namensgeber einer Diskothek und gilt in der öffentlichen Wahrnehmung schlichtweg als "der Bunker" Hamburgs. Als kommerziell genutztes Bauwerk steht er heute diversen Firmen und derer Kundschaft zur Verfügung. Mehr zur Nachnutzung Hamburger Bunker finden Sie hier...
Rühriger Versuch einer Schadensbegrenzung |
Im aufstrebenden Stadtteil Wilhelmsburg steht auch heute noch ein Flakturm von etwas kleinerer Bauart. Äußerlich gut erhalten, befindet sich in seinem Inneren eines der größten Trümmerfelder Hamburgs- Ergebnis einer Sprengung im Jahre 1947. Laut der Entwaffnungsmaßnahmen der englischen Besatzungstruppen sollten alle Bunkerbauwerke mit einer Aufnahmekapazität von mindestens 50 Personen gesprengt werden. Von einer Totalzerstörung sah man hier ab, die umliegende, teils unzerstörte Wohnbebauung wäre dabei mit in Mitleidenschaft gezogen worden. Am Heiligengeistfeld war die Situation ähnlich.
Das Schadensgebiet spricht für sich... |
Lange Jahre war eine Nutzung der Ruine in Wilhelmsburg fraglich, Konzepte wurden entwickelt und wieder verworfen. Nun soll der Flakturm zukünftig zu einem so genannten "Energiebunker" ausgebaut werden. Diesen Transformationsprozeß werden wir in den nächsten Jahren begleiten. Hier nun ein letzter Überblick über den stark ruinösen Gegenwartszustand des Bauwerkes.
Einiges ist noch begehbar |
Am 1.Mai 2010 hat unter-hamburg e.V. von der IBA Hamburg GmbH die Gelegenheit bekommen eine umfangreiche bildliche Dokumentation des Bunkerinneren anfertigen zu können. Um den Zustand vor Beginn der ersten Baumaßnahmen zu dokumentieren, soll hier nun eine kleine Auswahl an Fotodokumenten folgen. Spätestens im Juni 2010 werden die ersten Sicherungsmaßnahmen stattfinden. Sie sind für die spätere Enttrümmerung des Bunkers von großer Bedeutung. Auch diese Arbeiten werden wir dokumentieren und an dieser Stelle veröffentlichen.
Da wir die Arbeiten im Kontext der Stadtentwicklung betrachten, werden wir auch einen Blick auf die nähere Umgebung des Bunkers werfen. In unmittelbarer Nachbarschaft wird ein Neubaugebiet entstehen, welches die Heizenergie des neu entstehenden "Energiebunkers" nutzen soll, auch darüber wird an dieser Stelle berichtet.
Außenpanorama mit Blick auf zukünftiges IBA-Baufeld | Ein weiteres Außenpanorama aus dem Jahr 2003 |
Impressionen des Flakturmes aus den Jahren 2001 / 2002 mehr …